Seit Oktober 2025 ist Schluss: Microsoft liefert für Windows 10 keine kostenlosen Sicherheitsupdates mehr. Wer im Unternehmen noch damit arbeitet, tut das ab sofort auf eigenes Risiko. Betroffen sind neben Windows 10 auch Office 2016/2019, Exchange Server 2016/2019 und weitere Produkte. Was das konkret bedeutet – und wie Sie jetzt geordnet reagieren.
Was das Support-Ende konkret bedeutet
Ein System ohne Sicherheitsupdates ist ein offenes Einfallstor. Neu entdeckte Schwachstellen werden nicht mehr geschlossen – Angreifer wissen das und nehmen genau solche Systeme ins Visier. Für Unternehmen kommen drei Risiken zusammen:
- Sicherheit: Jede künftige Sicherheitslücke bleibt dauerhaft offen.
- Compliance & DSGVO: Wer personenbezogene Daten auf ungepatchten Systemen verarbeitet, verstößt schnell gegen die Sorgfaltspflichten – im Schadensfall ein echtes Haftungsthema.
- Kompatibilität: Neue Software, Treiber und Cloud-Dienste werden für Windows 10 nach und nach nicht mehr unterstützt.
Dazu kommt ein oft übersehener Punkt: Viele Cyber-Versicherungen setzen inzwischen aktuelle, herstellergestützte Systeme voraus. Läuft im Schadensfall noch ein abgekündigtes Windows 10, kann der Versicherungsschutz ganz oder teilweise entfallen. Der Handlungsdruck ist also nicht nur technischer, sondern auch wirtschaftlicher Natur – und er wächst mit jedem Monat.
Ihre Optionen
Nichtstun ist keine Option. In der Praxis gibt es drei Wege:
- Umstieg auf Windows 11: Der empfohlene Weg. Moderne Hardware wird meist direkt unterstützt; die Umstellung lässt sich geräteweise planen.
- Neue Hardware, wo nötig: Ältere Geräte erfüllen die Windows-11-Anforderungen (u. a. TPM 2.0) teils nicht. Hier lohnt sich der gezielte Austausch – oft ohnehin überfällig.
- Extended Security Updates (ESU) als Übergang: Microsoft bietet kostenpflichtige Sicherheitsupdates auf Zeit. Das verschafft Luft, ist aber nur eine Brücke – keine Dauerlösung.
So läuft ein geordneter Umstieg
Ein Wechsel muss nicht chaotisch sein. Bewährt hat sich dieses Vorgehen:
- Bestandsaufnahme: Welche Geräte laufen noch mit Windows 10? Welche Software ist im Einsatz?
- Hardware-Check: Welche Geräte sind Windows-11-fähig, welche müssen ersetzt werden?
- Rollout-Plan: Umstellung in Wellen – so bleibt der Betrieb störungsfrei, und kritische Arbeitsplätze werden zuerst abgesichert. Mehr zu unserer Leistung: IT-Security.
- Datensicherung vorab: Vor jeder Migration ein geprüftes Backup (siehe auch unseren Beitrag Ransomware & die 3-2-1-Backup-Regel).
Häufige Fragen
Läuft Windows 10 jetzt einfach nicht mehr?
Doch, die Systeme funktionieren weiter – aber ohne Sicherheitsupdates. Das Risiko steigt mit jedem Tag, an dem neue Lücken ungeschlossen bleiben.
Ist mein Betrieb wirklich in Gefahr, nur weil Updates fehlen?
Ja. Gerade der Mittelstand ist ein beliebtes Ziel, weil veraltete Systeme leicht angreifbar sind. Ein einziger erfolgreicher Angriff kann teurer sein als die gesamte Umstellung.
Wie lange dauert die Umstellung?
Das hängt von der Zahl der Geräte ab. Mit einem klaren Plan läuft der Umstieg im laufenden Betrieb – ohne dass die Arbeit stillsteht.
Ihr nächster Schritt: Windows-10-Check
Setzen Sie noch Windows 10, Office 2016/2019 oder Exchange 2016/2019 ein? Wir prüfen Ihre Umgebung, sagen Ihnen genau, welche Geräte umgestellt oder ersetzt werden müssen, und planen den Umstieg – ohne Betriebsunterbrechung.
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